Ausschreibung Flachdach- Spenglerarbeiten


5115051 SIMAP - 09.09.2016
Grund: Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschreibung - Quelle: SIMAP)
- Verfahrensart:  Offenes Verfahren
- Auftragsart:  Bauauftrag
- Dem WTO-Abkommen unterstellt:  Ja

1. Auftraggeber
1.1 Offizieller Name und Adresse des Auftraggebers
Bedarfsstelle/Vergabestelle
Schulgemeinde Küsnacht ZH
Beschaffungsstelle/Organisator
Schulgemeinde Küsnacht, Schulverwaltung
Frau S. Thöni
Heinrich Wettstein-Strasse 18
8700 Küsnacht
Schweiz
Telefon: 0449131410
Fax: 0449131415
E-Mail: schulverwaltung@schule-kuesnacht.ch
URL:
1.2 Angebote sind an folgende Adresse zu schicken
Schulgemeinde Küsnacht, Schulverwaltung
Frau S. Thöni
Heinrich Wettstein-Strasse 18
8700 Küsnacht
Schweiz
Telefon: 0449131410
Fax: 0449131415
E-Mail: schulverwaltung@schule-kuesnacht.ch
1.3 Gewünschter Termin für schriftliche Fragen
30.09.2016
1.4 Frist für die Einreichung des Angebotes
Tage: 40
Formvorschriften: Eingang am Eingabeort massgebend (nicht Poststempel)
1.5 Art des Auftraggebers
Andere Träger kommunaler Aufgaben
1.6 Verfahrensart
Offenes Verfahren
1.7 Auftragsart
Bauauftrag
1.8 Gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag
Ja

2. Beschaffungsobjekt
2.1 Art des Bauauftrages
Ausführung
2.2 Projekttitel (Kurzbeschrieb) der Beschaffung
Ausschreibung Flachdach- Spenglerarbeiten
2.3 Aktenzeichen / Projektnummer
1309 Neubau Schulhaus Goldbach, Küsnacht
2.4 Gemeinschaftsvokabular
CPV: 45214000 - Bauarbeiten für Schulen oder Forschungsanstalten
BKP: 222 - Spenglerarbeiten
BKP: 224 - Bedachungsarbeiten
2.5 Detaillierter Projektbeschrieb
Städtebau und Architektur

Das bestehende Schulhaus aus dem Jahr 1962 genügt den räumlichen, pädagogischen, energetischen und sicherheitstechnischen Standards nicht mehr. Nach einer Machbarkeitsstudie hat die Schulgemeinde Küsnacht daher im Jahr 2010 einen Projektwettbewerb zum Neubau der Schulanlage Goldbach durchgeführt. BGM Architekten, Basel, gingen mit ihrem Wettbewerbsbeitrag "Diego" als Sieger des durch die Schulgemeinde in einem offenen Verfahren ausgeschriebenen und durchgeführten Architekturwettbewerbs hervor. Nach dem Projektwettbewerb wurde eine Studie zur Absenkung des Terrains und damit der Gebäude um 1.60 m gegenüber dem Wettbewerbsstand durch BGM Architekten erarbeitet. Die Abgrabung von insgesamt 2.60 gegenüber dem heutigen Niveau des Sportplatzes wurde durch die Baukommission der Gemeinde Küsnacht mit Vorentscheid vom 26.03.2013 bewilligt.

Die neue Schulanlage Goldbach besteht aus Schulhaus und Kindergarten. Die beiden unterschiedlich grossen und frei stehenden Baukörper fassen den Pausenhof ein, der das Zentrum der Anlage bildet. Die offene Anordnung nimmt grösstmögliche Rücksicht auf das Bedürfnis der umgebenen Wohnbauten nach Seesicht und guter Besonnung. Die Schulanlage ist von der Bühlstrasse erschlossen und dieser zugeordnet. Das öffentliche Gebäude erhält so eine angemessene Präsenz im Strassenbild. Die Anordnung der Baukörper ermöglicht vielfältige und funktionale Aussenräume sehr unterschiedlichen Charakters, die in das Wegenetz des Quartiers eingebunden sind.

Allgemein zugängliche Räume wie Bibliothek/ Mediathek, Zeichnen/ Basteln, der Werkraum, das Büro der Schulleitung sowie die Lehrerzimmer befinden sich im Erdgeschoss. Die Mitte des Schulhauses bildet die innere Pausenhalle, die von der Aula mit einer flexiblen Trennwand getrennt ist. Für grössere Anlässe ist die Pausenhalle der Aula zuschaltbar. Die mobile Bühne kann je nach Anlass platziert werden und ermöglicht verschiedene Raumkonzeptionen. In den zwei Obergeschossen befinden sich die 7 Klassenzimmer sowie der Handarbeitsraum. Die Unterrichtsräume sind nach Ost und West orientiert. Sie bilden ein flexibles System mit Klassen- und Gruppenräumen, denen auch die innen liegenden und über Oberlichter belichteten Halbklassenzimmer zugeschaltet werden können. Im Sockel der Schule befindet sich die natürlich belichtete Turnhalle. Diese verfügt über einen separaten Zugang direkt an der Bühlstrasse, was die Nutzung durch Externe, wie zum Beispiel Vereine, erleichtert.

Das Kindergartengebäude beinhaltet drei Klassen. Die Kindergärten verfügen über einen separaten Aussenraum, der von den Klassen direkt zugänglich ist. Der Kindergarten ist damit auch im ersten Obergeschoss behindertengerecht zugänglich. Die für Unterrichtszwecke notwendigen Materialien können in Einbauschränken in den Klassenzimmern verstaut werden. Die Nähe der Kindergärten zum Schulhaus ermöglicht den unkomplizierten Zugang zu den gemeinsam nutzbaren Räumen wie Turnhalle und Bibliothek.

Die hohe Kompaktheit der Baukörper gewährleistet ein günstiges Verhältnis von Volumen zu Gebäudehülle. Mit der klaren Aussenform ohne grosse Rücksprünge wird mit einer ausreichenden Dämmschicht der MINERGIE-Standard erreicht. Eine Zertifizierung ist vorgesehen. Die Energie-versorgung basiert auf einer regenerativen Energiegewinnung durch Erdsonden. Mit Hilfe einer Wärmepumpe wird Heizenergie zur Verfügung gestellt. Das Gebäude wird teilweise mechanisch belüftet. Alle an der Fassade liegenden Unterrichtsräume werden jedoch mittels kontrollierter Fensterlüftung natürlich belüftet. Zur Erreichung eines nachhaltigen Konzeptes wurden unter anderen folgende weitere Massnahmen getroffen: hohe thermi¬sche Qualität der Gebäudehülle, grosse Speicherfähigkeit durch Massivbauweise, effizienter aussen liegender Sonnenschutz, gute Tageslichtnutzung der Klassen¬zimmer durch grosse Fensteröffnungen und Oberlichter, übereinander liegende Nassräume und optimierte Steigzonen. Auf dem Dach des Kindergartens ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.

Die Fassaden des Schulhauses und des Kindergartens bestehen aus Kunststeinelementen. Diese sind mit Kalkstein als Zuschlag versetzt und mit farbigen Pigmenten angereichert. Die Kunststeinelemente sind sandgestrahlt, wodurch eine natursteinähnliche, belebte Oberfläche entsteht. Die Fenster sind Holz-Metall-Fenster mit Dreifachver¬glasung, Verbundscheibensicherheitsglas und aussen liegendem Sonnenschutz. Die Räume sind geprägt durch hell lasierten Sichtbeton, eine helle Farbgebung und Einbauten aus Massivholz in Eiche natur. Als Bodenbeläge kommt ein terrazzoartiger, geschliffener Betonboden sowie Parkett in den Klassenzimmern zur Anwendung.


Landschaftsarchitektur

Der Neubau der Schule Goldbach ist im grünen Quartier topografisch verankert. Seine Aussenanlage nimmt charakteristische Merkmale der Gartenlandschaften der Nachbarschaft auf, passt sich somit in seinen Kontext ein und stellt sie in einen übergeordneten Zusammenhang.

Über eine grosszügige Aussentreppenanlage tritt man auf das Niveau des Schulhofes, der eine Verbindung schafft zwischen Kindergarten- und Schulgebäude. Hangseitig schliesst ein kräftiger grüner Heckenkörper aus geschnittenen Laubgehölzen den Hof ab. Neben seiner atmosphärischen Qualität und schalldämpfenden Wirkung ist er vermittelnder Teil des Gehölzrands, der die Aussenanlage begrenzt und sie als Einheit erscheinen lässt. Blühende Sträucher unterschiedlichster Arten und Höhen umfassen die verschiedenen Gartenräume für Spiel und Aufenthalt sowohl im Bereich des Kindergartens als auch im öffentlichen Teil zur Zürichstrasse hin. Gehölze aus einheimischen Bäumen und Parkbäumen im wiesen- und rasenreichen Gelände unterstreichen den parkartigen Charakter der Gesamtanlage.

Der Aussenbereich des Kindergartens weist durch die Ausgestaltung des Gehölzsaumes Nischen auf für Sandspiel, Rasenspielflächen und Sitzplätze. Ein kleines Gerätehäuschen bereichert das Angebot. Der Garten ist direkt über die Unterrichtsräume erschlossen, kann aber auch via Strasse oder Schulhof betreten werden. Somit ist gleichzeitig die Behindertenzugänglichkeit des Kindergartengebäudes gewährleistet. Insgesamt ist der Garten aber für die kleinsten Schüler und Schülerinnen vorbehalten.

Der Gartenbereich der Schule hingegen ist als öffentlich zugängliche Parkanlage konzipiert, die auch über die Zürichstrasse erschlossen ist. Er soll zudem während den Wochenenden und Ferien jederzeit zugänglich sein und auf die Anwohnerschaft einladend wirken. Bodennahes Spielen mit Wasser, Sand und natürlichen Materialien findet hier seinen Platz. Die bestehende Brunnenplastik "Eulenspiegel" von Jörg Fausch wird erhalten und in die Parkanlage integriert.

Der von der Strasse eine Etage höher gelegene Schulhof ist primär ein Begegnungsort für Schüler und Schülerinnen sowie für die Lehrpersonen. Sportaktivitäten stehen hier nicht im Vordergrund. Bewegungsspiele haben stärker informellen Charakter. Eine lange, zweiseitig orientierte Sitzbank aus Holz bildet das markante Element auf dem Hartplatz. Hinter dem Schulgebäude wechselt der Belag mit Betonplatten und sickerfähigem Kies und schafft eine ruhigere Atmosphäre zum Sitzen und Verweilen. Vom Gebäude aus kann hier direkt ausgetreten und die Fläche in Beschlag genommen werden für Werkunterricht und Ähnlichem. Folgt man der grünen Hecke, so öffnet sich ein schmaler Weg, der in die vordere öffentlichere Gartenanlage der Schule führt.

Die für die Schule benötigten Besucherparkplätze orientieren sich auf die Bühl- respektive Zürichstrasse genauso wie der externe Zugang zur Sporthalle. Somit werden der Schulhof und die Schuleingänge von Fahrverkehr und Fremdnutzung frei gehalten. Für die Schule und die Nachbarn wird ein Container-Abholplatz definiert.
2.6 Ort der Ausführung
Bühlstrasse 45, 8700 Küsnacht
2.7 Aufteilung in Lose?
Nein
2.8 Werden Varianten zugelassen?
Nein
Bemerkungen: Nur für Produktewahl
2.9 Werden Teilangebote zugelassen?
Nein
2.10 Ausführungstermin
Beginn 07.08.2017 und Ende 29.06.2018
Bemerkungen: Siehe Grobbauprogramm

3. Bedingungen
3.7 Eignungskriterien
aufgrund der in den Unterlagen genannten Kriterien
3.8 Geforderte Nachweise
aufgrund der in den Unterlagen geforderten Nachweise
3.9 Zuschlagskriterien
aufgrund der in den Unterlagen genannten Kriterien
3.10 Bedingungen für den Erhalt der Ausschreibungsunterlagen
Anmeldung zum Bezug der Ausschreibungsunterlagen erwünscht bis: 30.09.2016
Kosten: CHF 200.00
Zahlungsbedingungen: Barzahlung
3.11 Sprachen für Angebote
Deutsch
3.12 Gültigkeit des Angebotes
bis: 31.12.2018
3.13 Bezugsquelle für Ausschreibungsunterlagen
unter www.simap.ch
Telefon:
Fax:
E-Mail:
URL:
Sprache der Ausschreibungsunterlagen: Deutsch

4. Andere Informationen
4.3 Verhandlungen
Keine
4.7 Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Ausschreibung kann innert 10 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift ist im Doppel einzureichen. Sie muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Ausschreibung ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen.

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Alle Daten und Verweise sind ohne Gewähr und haben keinerlei Rechtswirkung. Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend sind die vom seco mit einer elektronischen Signatur versehenen SHAB-Daten.