N08.52 Leissigen, Sicherheitsstollen (SiSto) Leissigentunnel mit Bau des SiSto, 7 Querverbindungen, Portalstationen West und Ost sowie SiSto-Station Mitte (untergeordnet Deckelersatz im Tunnel)


5119470 SIMAP - 14.09.2016
Grund: Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschreibung - Quelle: SIMAP)
- Verfahrensart:  Offenes Verfahren
- Auftragsart:  Bauauftrag
- Dem WTO-Abkommen unterstellt:  Ja

1. Auftraggeber
1.1 Offizieller Name und Adresse des Auftraggebers
Bedarfsstelle/Vergabestelle
Bundesamt für Strassen ASTRA, Abteilung Strasseninfrastruktur West, Filiale Thun
Beschaffungsstelle/Organisator
Bundesamt für Strassen ASTRA, Abteilung Strasseninfrastruktur West, Filiale Thun
"Nicht öffnen - Offertunterlagen, SiSto Leissigentunnel"
Uttigenstrasse 54
3600 Thun
Schweiz
Telefon: +41 (0) 58 468 24 00
Fax: +41 (0) 58 468 25 90
E-Mail: beschaffung.thun@astra.admin.ch
URL: www.astra.admin.ch
1.2 Angebote sind an folgende Adresse zu schicken
Adresse gemäss Kapitel 1.1
1.3 Gewünschter Termin für schriftliche Fragen
19.10.2016
Bemerkungen: Fragen sind in deutscher Sprache unter www.simap.ch im "Forum" der entsprechenden Ausschreibung zu stellen. Sie werden bis am 26.10.2016 allen Bezügern der Ausschreibungsunterlagen gleichlautend unter www.simap.ch im "Forum" beantwortet. Nach dem 19.10.2016 eintreffende Fragen werden nicht mehr beantwortet.
1.4 Frist für die Einreichung des Angebotes
Datum: 07.12.2016
Formvorschriften: Vollständiges Dossier in Papierform (zweifach) und elektronisch auf Datenträger (inkl. SIA-Schnittstelle, zweifach) in verschlossenem Umschlag mit Angabe der offiziellen Projektbezeichnung sowie Vermerk "Nicht öffnen - Offertunterlagen, SiSto Leissigentunnel".

Bei Einreichung auf dem Postweg:
Massgebend für die Fristwahrung ist der Poststempel oder Strichcodebeleg einer schweizerischen Poststelle (Firmenfrankaturen gelten nicht als Poststempel). Die Anbieterin bzw. der Anbieter hat in jedem Fall den Beweis für die Rechtzeitigkeit der Angebotseinreichung sicherzustellen. Verspätete Angebote werden nicht mehr berücksichtigt.
A-Post (Datum Poststempel einer Schweizerischen oder staatlich anerkannten ausländischen Poststelle).

Persönliche Abgabe:
Bei Abgabe am Empfangsschalter des ASTRA, Infrastrukturfiliale Thun, durch Anbieter selbst oder Kurier, muss das Angebot spätestens am oben erwähnten Abgabetermin, noch während den Öffnungszeiten des Empfangsschalters (bis 16:00 Uhr, Adresse vgl. Einreichungsort) gegen Ausstellung einer Empfangsbestätigung des ASTRA eingereicht werden.

Übergabe an eine diplomatische oder konsularische Vertretung der Schweiz:
Ausländische Anbieter können ihr Angebot bis spätestens am oben erwähnten Abgabetermin einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Schweiz in ihrem Land, während den Öffnungszeiten gegen Ausstellung einer Empfangsbestätigung, übergeben.
Die Anbieter sind in diesem Fall verpflichtet, die Empfangsbestätigung vor dem Abgabetermin per E-Mail der Beschaffungsstelle zu senden.

Auf Angebote, die per E-Mail oder Fax zugestellt werden, wird nicht eingetreten!
1.5 Art des Auftraggebers
Bund (Zentrale Bundesverwaltung)
1.6 Verfahrensart
Offenes Verfahren
1.7 Auftragsart
Bauauftrag
1.8 Gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag
Ja

2. Beschaffungsobjekt
2.1 Art des Bauauftrages
Ausführung
2.2 Projekttitel (Kurzbeschrieb) der Beschaffung
N08.52 Leissigen, Sicherheitsstollen (SiSto) Leissigentunnel mit Bau des SiSto, 7 Querverbindungen, Portalstationen West und Ost sowie SiSto-Station Mitte (untergeordnet Deckelersatz im Tunnel)
2.3 Aktenzeichen / Projektnummer
N08.52 080307
2.4 Gemeinschaftsvokabular
CPV: 45000000 - Bauarbeiten
2.5 Detaillierter Projektbeschrieb
Das Bundesamt für Strassen ASTRA beabsichtigt im Rahmen der Erhöhung der Tunnelsicherheit für den bestehenden Leissigentunnel in den Jahren 2017-2021 Fluchtwegabgänge zu erstellen.

Das Projekt "N08.52 Sicherheitsstollen Leissigentunnel" beinhaltet einen bergseitig verlaufenden Sicherheitsstollen mit sieben Querverbindungen und Anschlüssen an den bestehenden Strassentunnel, einer neuen SiSto-Station Mitte und die Portalstationen Ost und West. Zudem werden innerhalb des Tunnels die Schachtabdeckungen der Siphonschächte ersetzt, die Sammelleitung des Strassenabwassers sowie Schlitzrinnenelemente instand gestellt.

Nicht Bestandteil dieser Ausschreibung ist die Ausrüstung des SiSto, der SiSto-Station Mitte und der Portalstationen mit den BSA-Einrichtungen.

Die Stollenlänge (exkl. Querverbindungen) beträgt rund 1'990 m zuzüglich der Tagbauten Portalstation Ost und West. Der Hauptvortrieb erfolgt von Ost nach West.

Bis auf einen kurzen Abschnitt im Portalbereich Ost verläuft der geplante Sicherheitsstollen im Fels. Er durchfährt von Ost nach West die geologischen Einheiten Stad-Schiefer, Mélange aus Flysch und Wildflysch sowie Schlieren-Sandstein. Lithologisch gesehen weisen alle drei Einheiten ähnliche Gesteine auf. Sandsteine sowie sandige oder mergelige Kalksteine wechseln sich mit inkompetenteren Tonschieferlagen ab.

Die beiden Portalbereiche des Sicherheitsstollens liegen in steilem Gelände mit einer Lockergesteinsüberdeckung über dem Fels. Im Osten ergibt sich ein Lockergesteinsvortrieb (Hangschutt / Moräne) von ca. 50 m Länge. Im Westen ist für den kurzen Gegenvortrieb aufgrund der prognostizierten Felsoberfläche mit Fels zu rechnen. Aufgrund der schleifenden Felsoberfläche wird eine Rohrschirmetappe als Bauhilfsmassnahme erstellt.

Die Portalstationen Ost und West besitzen befestigte Vorplätze. Zudem werden die Portalstationen Ost und West mit den Tunnelzentralen Ost und West mittels neu zu erstellenden Kabelrohrblöcken verbunden.

Arbeiten unter Tag:
- Ausbruch im Fels ca. 30'000 m3 fest
- Ausbruch im Lockergestein ca. 800 m3 fest
- Spritzbeton ca. 7'000 m3
- Anker ca. 12'000 Stk.
- Bewehrungsnetze ca. 36'000 m2
- Entwässerungsleitung ca. 2'200 m
- Ortsbeton / Sohlenbeton ca. 3'000 m3

Arbeiten über Tag:
- Aushub / Abtrag 5'000 m3 fest
- Nagelwand ca. 1'100 m2
- Ungespannte Anker ca. 500 Stk.
- Schütt- / Hinterfüllmaterial ca. 3'000 m3 fest
- Ortsbeton ca. 700 m3
- Bewehrung ca. 100 t
- Kabelschutzrohre ca. 2'000 m
- Belag 250 t
2.6 Ort der Ausführung
Schweiz (CH): Kanton Bern, Gemeindegebiet Leissigen sowie ASTRA Infrastrukturfiliale in Thun oder Zentrale in Ittigen (Sitzungen)
2.7 Aufteilung in Lose?
Nein
2.8 Werden Varianten zugelassen?
Ja
Bemerkungen: Die Amtsvariante ist in jedem Falle vollständig einzureichen.

Technische Varianten sind unter Einhaltung folgender Bedingungen erlaubt:
1. Die Amtsvariante ist vollständig einzureichen.
2. Das Angebot der Unternehmervariante ist im Titel, sowohl auf dem verschlossenen Umschlag als auch auf dem Angebotsdeckblatt, eindeutig als Unternehmervariante und damit unterscheidbar von der dazugehörigen Amtsvariante des gleichen Unternehmers zu kennzeichnen.
3. Die angebotenen Leistungen und Produkte sind nachweisbar den ausgeschriebenen gleichwertig.
4. Die Unternehmervariante muss als vollständiges Angebot (entsprechend den geforderten Nachweise, Beilagen, usw. gemäss Amtsvariante) eingereicht werden.
5. Nachweis der Eignungs- und Zuschlagskriterien gemäss Kapitel 3.7 bis 3.9 sind für die Unternehmervariante zu erbringen.
6. Nachweis der praktischen Erfahrung der Variante ist zu erbringen.
7. Die Besonderen Bestimmungen werden vollumfänglich eingehalten.
8. Vollständig ausgefülltes Leistungsverzeichnis mit vom Unternehmer nachgeführten Positionen ist einzureichen.
9. Bewilligungen für die Nutzung fremden Eigentums ausserhalb des vorgesehenen Projektperimeters sind einzuholen und der Offerte beizulegen.
10. Bei einer Variante TBM-Vortrieb anstelle des SPV für den Sicherheitsstollen sind die nachfolgenden zusätzlichen Bedingungen einzuhalten und mit dem Angebot abzugeben:

10.1 Normalprofil TBM mit Darstellung der Baulogistik und Baulüftung
10.2 Darstellen der Sicherungsklassen TBM mit detaillierten Angaben der Sicherungsmittel gleichwertig zu SPV
10.3 Konzept für Vortrieb in Störzonen
10.4 Massgebende Gefährdungsbilder und Definition der Massnahmen
10.5 Detaillierte Angaben zur TBM (Mindestangaben gemäss SIA198/118, Anhang B)
10.6 Detaillierter TBM-Plan (Längsschnitt mit Querschnitten)
10.7 Detaillierte Angaben zum Logistikkonzept TBM-Vortrieb
10.8 Rettungskonzept inkl. Angaben Rettungscontainer
10.9 Konzept Startröhre (LG-Vortrieb; NP; Anpassen Sicherungsmittel; Anpassen Vortriebskonzept; Vordimensionierung Sicherungsmittel)
10.10 Montage- und Demontagekonzept TBM
10.11 Nachweis, dass dies ohne zusätzlichen Landbedarf möglich ist
10.12 Risikoanalyse mit Aufzeigen Chancen und Risiken
10.13 Allfälliger Mehraufwand seitens Projektverfasser infolge Umprojektierung wird dem Angebot der Unternehmervariante aufgerechnet.

Der Bauherr kann eine eingereichte Variante ohne Angabe von Gründen ablehnen.

Folgende Baumethode ist als Unternehmervariante für den Sicherheitssollen ausgeschlossen:
- TSM-Vortrieb

Pauschal- und Globalangebote und/oder Angebote mit Zeitmitteltarif werden ausgeschlossen.
2.9 Werden Teilangebote zugelassen?
Nein
Bemerkungen: Die Angebote sind vollständig ausgefüllt einzureichen. Abänderungen am Angebotstext sind nicht zulässig. Teilangebote sind ungültig und scheiden aus der Bewerbung aus.
2.10 Ausführungstermin
Beginn 04.09.2017 und Ende 31.12.2021
Bemerkungen: Die Terminangaben können in Abhängigkeit des Projektverlaufs / Kreditgenehmigung von den Angaben abweichen und berechtigen nicht zu Mehrforderungen.

3. Bedingungen
3.1 Generelle Teilnahmebedingungen
Gemäss Ausführungen in den Ausschreibungsunterlagen
3.2 Kautionen / Sicherheiten
Gemäss Ziff. 4 der vorgesehenen Vertragsurkunde
3.3 Zahlungsbedingungen
Zahlungen erfolgen ausschliesslich in Schweizer Franken [CHF].
Zahlungsfrist: 45 Tage
3.4 Einzubeziehende Kosten
Die Vergütung und die Preise umfassen sämtliche Leistungen, die in den Ausschreibungsunterlagen genannt und zur Vertragserfüllung notwendig sind, inkl. aller notwendigen Neben- und zusätzlichen Leistungen zur Fertigstellung der abnahmefertigen Gesamtleistung einschliesslich aller Hilfsmittel.
Die Umlagerung von Einheitspreisen in Globalpositionen wie zum Beispiel die Baustelleneinrichtungen ist strikt verboten.
Der Unternehmer hat alle Positionen des Leistungsverzeichnisses auszufüllen; er schreibt "keine" bei allen Positionen, bei welchen er formell auf die Angabe eines Betrags sowie darauf verzichtet, später eine Vergütung für die betreffende Leistung zu verlangen. Ein solcher Eintrag muss im technischen Bericht begründet werden.
Die Aufsichts- und Führungskosten sowie die Kosten des Zeitaufwands für den Personaltransport dürfen nicht in den Baustelleneinrichtungskosten enthalten sein, sondern müssen gemäss Kalkulationsschema des SBV in den Einheitspreisen enthalten sein.
Gleichermassen müssen alle Endkostenzuschläge wie beispielsweise die technische und die kaufmännische Leitung, die Baustellenführung sowie die Finanzkosten im Kalkulationsschema des SBV in den entsprechenden Rubriken erfasst sein. Diese Kosten dürfen auf keinen Fall in den Baustelleneinrichtungen enthalten sein.
3.5 Bietergemeinschaft
Zugelassen.
Die Federführung muss einem Unternehmen der Bietergemeinschaft übertragen werden. Die weiteren Beteiligten sind in den Angebotsunterlagen bekannt zu geben. Mitglieder der Bietergemeinschaft dürfen nach Eingabe der Offerte nicht ausgewechselt werden.
3.6 Subunternehmer
Zugelassen, maximale Leistungserbringung durch Subunternehmer 50%.
Angaben betreffend Subunternehmern werden mitbewertet.
Subunternehmer sind zwingend bei der Angebotseinreichung zu nennen. Zudem umschreibt die Unternehmung die vom Subunternehmer erbrachten Leistungen (Umfang, Anteil in %) im Dokument "5 Unternehmerangaben", Ziff. 1.2. Gleiche Teilnahmebedingungen wie für Hauptanbieter. Subunternehmer, welche in die Bewertung einfliessen, dürfen nach dem Zuschlag ohne Genehmigung des Auftraggebers nicht mehr ausgewechselt werden. Subunternehmer dürfen bei mehreren Hauptanbietern am Verfahren teilnehmen.
3.7 Eignungskriterien
aufgrund der nachstehenden Kriterien:
Alle wirtschaftlich und technisch leistungsfähigen Firmen, die zudem die nachfolgenden Eignungsnachweise erbringen, sind aufgerufen, ein Angebot in CHF zu unterbreiten:

- EK1: technische Leistungsfähigkeit
- EK2: wirtschaftliche / finanzielle Leistungsfähigkeit
- EK3: organisatorische Leistungsfähigkeit
- EK4: Schlüsselpersonen
- EK5: Leistungsanteil Unterakkordant / Subunternehmer

Die Eignungskriterien müssen nicht vom einzelnen Anbieter, sondern von der Gemeinschaft erfüllt werden, ausser wenn sich ein Kriterium, bspw. die Zertifizierung, ausdrücklich auf die einzelnen Anbieter bezieht.
3.8 Geforderte Nachweise
aufgrund der nachstehenden Nachweise:
Die nachfolgenden Eignungsnachweise / Bestätigungen müssen zusammen mit den vorgegebenen Angebotsunterlagen eingereicht werden, da ansonsten nicht auf das Angebot eingegangen werden kann.

EIGNUNGSKRITERIUM EK1: TECHNISCHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT
- EK1: Ein Referenzobjekt über abgeschlossene Arbeiten mit vergleichbarer Komplexität und aus dem gleichen Fachbereich (Bau eines Tunnels / Stollens [Sprengvortrieb, Querschnitt < 30 m2], im Bereich Strasse, Bahn oder Stollenbau, Bausumme > CHF 10 Mio., exkl. MWST) mit Angabe von Zeitraum, Auftragssumme, ausgeführte Arbeiten / Leistungen des Anbieters, Referenzperson beim Auftraggeber mit Telefonnummer.

Im Fall von Holdings werden nur die Referenzen derjenigen Firma angerechnet, die sich um den Auftrag bewirbt.

EIGNUNGSKRITERIUM EK2: WIRTSCHAFTLICHE / FINANZIELLE LEISTUNGSFÄHIGKEIT
- EK2.1: Der Jahresumsatz des Anbieters ist mehr als doppelt so gross wie der Jahresumsatz des Auftrags.
- EK2.2: Aktueller Auszug aus dem Betreibungsregister

Vom Unternehmer auf Aufforderung des Bauherrn nach Offerteingabe innert 7 Tagen zu liefernde Nachweise:
- EK2.3: Aktueller Auszug aus dem Handelsregister
- EK2.4: Aktueller Auszug Ausgleichskasse AHV / IV / EO / ALV
- EK2.5: Aktuelle Bestätigung SUVA / ESTV

Der Bauherr behält sich vor, nach Offerteingabe weitere Nachweise gemäss Anhang 3 zur VöB einzuverlangen.
Allesamt nicht älter als drei Monate.

EIGNUNGSKRITERIUM EK3: ORGANISATORISCHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT
- EK3: Kopie Zertifizierung nach ISO 9001 (bei Bietergemeinschaften mindestens der federführenden Unternehmung) für Bohrunternehmer (Voreinschnitte) und Baumeister (mindestens federführendes Unternehmen)

EIGNUNGSKRITERIUM EK4: SCHLÜSSELPERSONEN
- EK4.1: Ein Referenzobjekt über abgeschlossene Arbeiten in gleicher Funktion oder Stv.-Funktion mit vergleichbarer Komplexität und aus dem gleichen Fachbereich (Bau eines Tunnels / Stollens [Sprengvortrieb; Querschnitt < 30 m2], im Bereich Strasse, Bahn oder Stollenbau, Bausumme > CHF 10 Mio., exkl. MWST) mit Angabe über Zeitraum, Auftragssumme, ausgeführte Arbeiten / Leistungen der Schlüsselperson (*), zur Auskunft ermächtigte Kontaktperson, Lebenslauf des Hauptverantwortlichen.
Es können auch Referenzobjekte angegeben werden, die durch die Schlüsselperson bei einem früheren Arbeitgeber massgebend bearbeitet wurden.

EK4.2: Nachweis, dass die Verfügbarkeit der Schlüsselperson (*) grösser als die erforderliche Verfügbarkeit während der nächsten zwei Jahre gegeben ist. Detaillierte Aufzählung und Darstellung der zeitlichen Belastung an den übrigen Projekten. Mindestverfügbarkeit Baustellenchef 80%.

(*) als Schlüsselperson gilt: Baustellenchef

EIGNUNGSKRITERIUM EK5: LEISTUNGSANTEIL UNTERAKKORDANT / SUBUNTERNEHMER
- EK5: Maximale Leistungserbringung von Unterakkordanten / Subunternehmer von 50%

Selbstdeklarationsblätter aller Subunternehmer müssen vollständig ausgefüllt eingereicht werden.
Die Vergabestelle kann bei der Beurteilung der Eignungskriterien Referenzen über Subunternehmen beiziehen, sofern diese einen bedeutenden Beitrag an die Leistung beisteuern.
3.9 Zuschlagskriterien
aufgrund der nachfolgenden Angaben:
 Die Angaben betreffend Zuschlagskriterien müssen zusammen mit den (vorgegebenen) Angebotsunterlagen eingereicht werden.

Die Bewertung der Angebote erfolgt gemäss der nachfolgenden Zuschlagskriterien:

ZUSCHLAGSKRITERIUM ZK1: Preis, Gewichtung 50%

ZUSCHLAGSKRITERIUM ZK2: Inhalt / Qualität der eingereichten Unterlagen, Gewichtung 20%; unterteilt in:
- ZK2.1: Baustelleneinrichtungen und Logistik, Gewichtung 7%

- ZK2.2: Sicherheit und Umwelt, Gewichtung 5%; unterteilt in:
- ZK2.2.1: Sicherheit, Gewichtung 3%
- ZK2.2.2: Umwelt, Gewichtung 2%

- ZK2.3: Qualitätsmanagement-Konzept, Gewichtung 5%

- ZK2.4: Projektorganisation des Anbieters (Zweckmässigkeit der Projektorganisation, inkl. Stellvertreterregelung), Gewichtung 3%

ZUSCHLAGSKRITERIUM ZK3: Bauprogramm, Gewichtung 15%; unterteilt in:
- ZK3.1: Gesamtbauprogramm (Darstellung terminlicher Ablauf der Arbeiten, Abhängigkeiten zwischen den Arbeitsabläufen, kritischer Weg, Leistungsannahmen, Termine und Fristen als Meilensteine, Sperrungen Tunnel und Kantonsstrasse, Soll-Bauzeit-Tabellen), Gewichtung 10%

- ZK3.2: Darstellung detaillierte Bauabläufe / Arbeitsabläufe, Gewichtung 5%; unterteilt in:
- ZK3.2.1: Vortrieb Sicherheitsstollen und Querverbindungen, inkl. Anschluss an Tunnel, Gewichtung 3%
- ZK3.2.2: Ersatz Schachtabdeckungen Siphonschächte im Tunnel während Nachtsperrungen (Stundenprogramm), Gewichtung 1%
- ZK3.2.3: Voreinschnitte Ost und West, Gewichtung 1%

ZUSCHLAGSKRITERIUM ZK4: Qualität, Plausibilität des Bauprogramms, Gewichtung 15%; unterteilt in:
- ZK4.1: Zweckmässigkeit und Plausibilität der Bauvorgänge und Arbeitsabläufe Sicherheitsstollen, Querverbindungen und SiSto-Stationen, Gewichtung 10%

- ZK4.2: Zweckmässigkeit und Plausibilität des Bauvorgangs Ersatz Schachtabdeckungen Siphonschächte, Gewichtung 5%

PREISBEWERTUNG
- Das tiefste bereinigte Angebot erhält die Maximalnote 5.
- Angebote, deren Preis 30% oder mehr über dem tiefsten Angebot liegen, erhalten die Minimalnote 0.
- Dazwischen erfolgt die Bewertung linear (auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet).
- Es werden die bereinigten Nettoangebotssummen, ohne Skontoabzug und ohne MWST verglichen.

BENOTUNG DER ÜBRIGEN ZUSCHLAGSKRITERIEN
Die Bewertung erfolgt immer mit Noten von 0 bis 5:
0 = nicht beurteilbar; keine Angabe
1 = sehr schlechte Erfüllung; ungenügende, unvollständige Angaben
2 = schlechte Erfüllung; Angaben ohne ausreichenden Projektbezug
3 = normale, durchschnittliche Erfüllung; durchschnittliche Qualität, den Anforderungen der Ausschreibung entsprechend
4 = gute Erfüllung; qualitativ gut
5 = sehr gute Erfüllung; qualitativ ausgezeichnet, sehr grosser Beitrag zur Zielerreichung

Sofern ein Hauptkriterium aus Subkriterien besteht, werden diese benotet. Die Punktzahl des Hauptkriteriums ergibt sich aus der Summe der Noten der Subkriterien multipliziert mit ihrer Gewichtung.

PUNKTBERECHNUNG
Summe aller Noten multipliziert mit ihrer Gewichtung (Maximalpunktzahl: Note 5 x 100 = 500 Punkte).
Für die Multiplikation mit dem Gewicht des Kriteriums ist die ganze Note ohne Dezimalstelle mit zu berücksichtigen, beim Preis die Hundertstelstelle.
3.10 Bedingungen für den Erhalt der Ausschreibungsunterlagen
Kosten: keine
3.11 Sprachen für Angebote
Deutsch
3.12 Gültigkeit des Angebotes
180 Tage ab Schlusstermin für den Eingang der Angebote
3.13 Bezugsquelle für Ausschreibungsunterlagen
unter www.simap.ch
Telefon:
Fax:
E-Mail:
URL:
Sprache der Ausschreibungsunterlagen: Deutsch

4. Andere Informationen
4.1 Voraussetzungen für nicht dem WTO-Abkommen angehörende Länder
Keine
4.2 Geschäftsbedingungen
Gemäss vorgesehener Vertragsurkunde
4.3 Verhandlungen
Bleiben vorbehalten.
Reine Abgebotsrunden resp. Preisverhandlungen werden keine durchgeführt. Im Rahmen von Nachverhandlungen können Angebotsbereinigungen oder Leistungsänderungen eine entsprechende Preisänderung zur Folge haben.
4.4 Verfahrensgrundsätze
Die Auftraggeberin vergibt öffentliche Aufträge für Leistungen in der Schweiz nur an Anbieterinnen und Anbieter, welche die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und der Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie die Lohngleichheit für Mann und Frau gewährleisten.
4.5 Sonstige Angaben
1. Vergütung der Angebote, Rückgabe der Unterlagen:
Die Ausarbeitung der Angebote wird nicht vergütet. Die Angebotsunterlagen werden nicht zurückgegeben.

2. Angebotsöffnung:
Die Öffnung der Angebote ist nicht öffentlich. Den Anbietern wird lediglich ein anonymisiertes Offertöffnungsprotokoll der eingegangenen Angebote unaufgefordert zugestellt.

3. Folgeaufträge:
Gestützt auf Art. 13 Abs. 1, lit. h VöB sowie Art. XV, lit. D GPA, behält sich der Auftraggeber das Recht vor, neue gleichartige Aufträge, welche sich auf den Grundauftrag beziehen, im freihändigen Verfahren zu vergeben.

4. Vergabe der Leistungen:
Der Auftragnehmer hat keinen Anspruch auf die vollständige Vergabe der ausgeschriebenen Leistungen. Der Bauherr behält sich vor, Teile der Leistungen nicht oder an Dritte zu vergeben.

5. Bezug der Unterlagen:
Die Unterlagen können nur im Simap (www.simap.ch) bis zum Schlusstermin für die Einreichung der Angebote (vgl. Simap Ziff. 1.4) bezogen werden.

6. Vorbehalt:
Die Ausschreibung und die genannten Termine erfolgen vorbehaltlich der Beschaffungs- bzw. Umsetzungsreife des Projekts sowie die Verfügbarkeit der Kredite. Eine Anpassung berechtigt nicht zur Geltendmachung von Mehrforderungen bzw. sonstigen Entschädigungen.

7. Schlüsselpersonen:
Im Angebot genannte Schlüsselpersonen dürfen nach dem Zuschlag nur mit vorgängiger schriftlicher Einwilligung der Auftraggeberin ausgewechselt werden. Schlüsselpersonen dürfen nicht von Subunternehmern gestellt werden.

8. Begehung:
Es findet eine Begehung statt. Anbieterinnen und Anbieter wird empfohlen an der örtlichen Begehung teilzunehmen: 27.09.2016, 14.00-16.30 Uhr, Treffpunkt: Werkhof GE1 (N08, Werkhof Gesigen, 3700 Spiez). Die Anmeldung ist unter E-Mail beschaffung.thun@astra.admin.ch mit Angabe der Teilnehmerzahl erforderlich. Vor Ort werden keine Fragen beantwortet.

9. Ausschluss:
Es sind alle Einheitspreise gemäss Leistungsverzeichnis zu offerieren. Angebote mit wesentlichen Umlagerungen von mengenabhängigem Aufwand in sachfremde Global- / Pauschalpositionen oder in Festpreisoptionen sowie nicht ausgefüllte oder offensichtlich unrealistische Einheitspreise (Platzhalterangebote) werden unabhängig von der Angebotssumme als unzulässige Variante gewertet und vom Verfahren ausgeschlossen.
Es sind keine Firmen von der Teilnahme am vorliegenden Verfahren ausgeschlossen.
4.6 Offizielles Publikationsorgan
www.simap.ch
4.7 Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen.

Ganze Publikation anzeigen

Alle Daten und Verweise sind ohne Gewähr und haben keinerlei Rechtswirkung. Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend sind die vom seco mit einer elektronischen Signatur versehenen SHAB-Daten.