N13 EP09 AS Sufers - Galerie Traversa; Generalplaner TP2 Crestawaldbrücke


3100243 SIMAP - 15.12.2011
Grund: Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschreibung - Quelle: SIMAP)
- Verfahrensart:  Offenes Verfahren
- Auftragsart:  Dienstleistungsauftrag
- Dem WTO-Abkommen unterstellt:  Ja

1. Auftraggeber
1.1 Offizieller Name und Adresse des Auftraggebers
Bedarfsstelle/Vergabestelle
Ufficio federale delle strade USTRA
Beschaffungsstelle/Organisator
Ufficio federale delle strade USTRA
Filiale Bellinzona
settore Supporto
settore Supporto
Via C. Pellandini 2
6500 Bellinzona
Schweiz
Telefon: +41 91 820 68 11
Fax: +41 91 820 68 90
E-Mail: acquistipubblici@astra.admin.ch
URL: www.astra.admin.ch
1.2 Angebote sind an folgende Adresse zu schicken
Ufficio federale delle strade USTRA
Filiale Bellinzona
settore Supporto
"Nicht öffnen, Offerte: N13 EP09 AS Sufers-Galerie Traversa Süd;Generalplaner TP 2 Crestawaldbrücke"
Via C. Pellandini 2
6500 Bellinzona
Schweiz
Telefon: +41 91 820 68 11
Fax: +41 91 820 68 90
E-Mail: acquistipubblici@astra.admin.ch
1.3 Gewünschter Termin für schriftliche Fragen
09.01.2012
Bemerkungen: Fragen sind in deutscher Sprache unter www.simap.ch im "Forum" der entsprechenden Ausschreibung zu stellen. Sie werden bis am 14.01.2012 allen Bezügern der Ausschreibungsunterlagen gleichlautend unter www.simap.ch im "Forum" beantwortet. Nach dem Termin eintreffende Fragen werden nicht mehr beantwortet. Es liegt in der alleinigen Verantwortung der Anbieter, die Antworten zu den Fragen herunter zu laden. Es erfolgt keine Benachrichtigung. Aus der Nichtbeachtung der Fragenbeantwortung können im Vergabeverfahren keinerlei Ansprüche geltend gemacht werden.
1.4 Frist für die Einreichung des Angebotes
Datum: 24.01.2012
Formvorschriften: Die Angebote müssen schriftlich, in Papierform (Schnellbinder), unterzeichnet, in 3-facher Ausführung eingereicht werden.
Zusendung per A-Post (Datum des Poststempels einer Schweizerischen Poststelle) oder Abgabe "brevi manu" in verschlossenem Umschlag/Paket am Empfangsschalter der ASTRA Filiale Bellinzona (durch Anbieter selbst oder Kurier). Die Abgabe hat spätestens am oben erwähnten Abgabetermin während den Öffnungszeiten des ASTRA und gegen Ausstellung einer Empfangsbestätigung des ASTRA zu erfolgen.
Auf dem verschlossenen Umschlag/Paket ist deutlich der Vermerk "Nicht öffnen, Offerte: N13 EP09 AS Sufers - Galerie Traversa Süd; Generalplaner TP 2 Crestawaldbrücke" anzubringen.
Der Anbieter hat in jedem Fall den Beweis für die rechtzeitige Angebotseinreichung sicherzustellen.
Verspätete Angebote können nicht mehr berücksichtigt werden.
Sollte der Anbieter nach Anmeldung auf "www.simap.ch" auf die Einreichung der Offerte verzichten wollen, so ist er gebeten, sich wiederum auf "www.simap.ch" abzumelden.<>
1.5 Art des Auftraggebers
Bund (Zentrale Bundesverwaltung)
1.6 Verfahrensart
Offenes Verfahren
1.7 Auftragsart
Dienstleistungsauftrag
1.8 Gemäss WTO/GATT-Abkommen, resp. Staatsvertrag
Ja

2. Beschaffungsobjekt
2.1 Art des Dienstleisungsauftrages
Baudienstleistung
Dienstleistungskategorie CPC: [27] Sonstige Dienstleistungen
2.2 Projekttitel (Kurzbeschrieb) der Beschaffung
N13 EP09 AS Sufers - Galerie Traversa; Generalplaner TP2 Crestawaldbrücke
2.3 Aktenzeichen / Projektnummer
070090
2.4 Gemeinschaftsvokabular
CPV: 71300000
2.5 Detaillierter Aufgabenbeschrieb
EP09 AS Sufers - Galerie Traversa Süd
Der Erhaltungsabschnitt 09 umfasst die Strecke der Nationalstrasse N13 zwischen Anschluss Sufers und der Galerie Traversa Süd. In ihm befindet sich die stark instandsetzungsbedürftige Crestawaldbrücke. Die Trassierung entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, insbesondere lässt die Strassenbreite keine zeitgemässe Verkehrsführung bei allfälligen Sanierungen unter Verkehr zu. Entsprechend muss das Strassenstück, inkl. Crestawaldbrücke, in den nächsten Jahren umfassend saniert werden. Während der Bauzeit ist eine Umleitung von Teilen des Verkehrs auf die Kantonsstrasse notwendig, was wiederum den teilweisen Ausbau derselben bedingt (so genannte Umleitungsstrecke).
Mit vorliegender Ausschreibung soll der Projektverfasser (GPL) für die Instandsetzung der Crestawaldbrücke sowie deren Hilfsbrücke, für alle ausstehenden Projektphasen beschafft werden.

Unterhaltsplanung - genereller Grundsatz
Die Unterhaltsplanung auf Nationalstrassen umfasst (gem. ASTRA- Richtlinien " Berücksichtigung des Unterhalts bei der Projektierung und beim Bau der Nationalstrasse" vom 18.02.2002) sämtliche Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten eines Autobahnabschnitts, damit anschliessend ein Betrieb ohne bauliche Intervention während mindestens 15 Jahren garantiert und während 10 Jahren keine Massnahme mit relevanten Verkehrsbehinderungen erforderlich ist. Alle Arbeiten müssen derart geplant werden, dass für den Verkehr möglichst geringe Behinderungen entstehen.

Weiter sollen die bestehenden Bauwerke auf den geforderten Stand der Technik gebracht und den aktuellen gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. Die Massnahmen sind dabei nach wirtschaftlichen Kriterien auszurichten.

Zu bearbeitende Phasen
Für die Planung von Arbeiten innerhalb des Erhaltungsprojektes EP09 AS Sufers - Galerie Traversa Süd sind folgende Phasen gemäss den Richtlinien des ASTRA erforderlich:

Bereits abgeschlossen:
- Globales Erhaltungskonzept (EK; erfolgt, in Prüfung ASTRA)

Durch Projektverfasser auszuführen sind:
- Ausführungsprojekt (AP)
- Detailprojekt (DP)
- Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag
- Unterlagen für die Ausführung
- Bau (Projektverfasser)
- Inbetriebnahme, Abschluss

Der Wechsel innerhalb der Nomenklatur von "Unterhalt der Nationalstrassen" zu "Bau der Nationalstrassen" nach Abschluss Phase EK ergibt sich aufgrund der im EK erkannten, notwendigen umfassenden Arbeiten, welche die Auflage des Projekts bedingen.

Stand der Arbeiten / Grundlage
Das globale Erhaltungskonzept (EK) des Erhaltungsabschnittes AS Sufers - Galerie Traversa Süd wurde im Sommer 2011 fertig gestellt. Die Freigabe ist bis Ende 2011 geplant. Das genehmigte EK bildet die Grundlage für die Erarbeitung eines genehmigungsfähigen Ausführungsprojekts.


Projektumschreibung

Das Gesamtprojekt N13 EP09 AS Sufers - Galerie Traversa Süd (ca. km 66.8 bis km 69.4) umfasst sämtliche notwendigen Instandsetzungs- und Erhaltungsarbeiten am Abschnitt, um den oben skizzierten Endzustand zu erreichen. Dabei werden die Trassierung im Rahmen des möglichen an die heute gültigen Normen angepasst (horizontale und vertikale Linienführung) und das Trasse auf eine Breite von 12.6 m verbreitert (Ermöglichung zukünftiger Inselbaustellen unter Betrieb). Der Streckenabschnitt beinhaltet auch mehrere Stützmauern und Kunstbauten, schwergewichtig die Crestawaldbrücke, welche instandgestellt und teilweise ersetzt und ergänzt werden müssen.

Das Gesamtprojekt beinhaltet u.a. folgende Punkte:
- Fahrbahnerneuerung Trasse
- Instandsetzung der Kunstbauten
- Anpassen der Kunstbauten auf neue Geometrie
- Erhöhung / Wiederherstellung passive Sicherheitseinrichtungen
- Entwässerung und Strassenabwasserbehandlung
- Lärmschutz
- Betriebs- und Sicherheitsanlagen BSA
- Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren
- Hilfsbauwerke und Ausbau der Kantonsstrasse für die Verkehrsumleitung
- Berücksichtigung von Umweltanliegen während Bau und Betrieb
- Verkehrsplanung während Bauphase
- Verkehrsplanung für Notfälle während Bauphase (Baustellenunfall, Gotthard, …)
- Umleitung Langsamverkehr während der Bauzeit, aber auch bleibende Verbesserungen

Die Bau- und Verkehrsphasenplanung sieht vor, dass der Verkehr der N13 während der Bauphase in Richtung Süden auf die Kantonsstrasse (so genannte Umleitungstrecke) umgeleitet wird. Dies bedingt eine zweispurige Hilfsbrücke über den Hinterrhein oberhalb des Portals der Galerie Traversa sowie einen minimalen Ausbau der Kantonsstrasse, welche auch während der Umleitung zweispurig im Gegenverkehr befahrbar bleiben muss. Die Massnahmen für die Umleitungsstrecke erfordern eine enge Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt Kanton Graubünden (TBA GR), sie bilden ein separates Teilprojekt (mit PL TBA GR). Der Verkehr Richtung Norden wird auf Hilfsbrücken bei der Crestawald- und Surettabachbrücke sowie bei den Unterführungen "Staudamm Sufers" und "Crestawald" auf der bestehenden N13 geführt.

Die zeitliche Dimension des Projekts richtet sich auf den Endtermin Ende 2019, da dann infolge der geplanten Sanierung des Gotthard Strassentunnels die N13 mit uneingeschränkter Kapazität dem Verkehr zur Verfügung stehen muss. Um der Wichtigkeit der San Bernardino Achse für den alpenquerenden Verkehr Rechnung zu tragen, soll das Erhaltungsprojekt in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringen Verkehrsbehinderungen realisiert werden. Die einzelnen Phasen der Planung sind deshalb auf diese Vorgaben ausgerichtet und sollen durch den Planer weiter vertieft untersucht werden.


Vertragsgegenstand und Aufgabenumschreibung

Teilprojektgliederung
Für die Projektierung und die Bauleitung wird das Projekt in fünf Teilprojekte eingeteilt:
- Teilprojekt 1: Trasse
- Teilprojekt 2: Crestawaldbrücke / Hilfsbrücke Crestawaldbrücke
- Teilprojekt 3: Umwelt / Umweltbaubegleitung
- Teilprojekt 4: Naturgefahren
- Teilprojekt 5: Umleitungsstrecke / Langsamverkehr

Die vorliegende Ausschreibung umfasst das Teilprojekt 2 (Crestawaldbrücke).

Grobbeschrieb Aufgaben Generalplaner (gilt grundsätzlich für alle Teilprojekte)
Der Generalplaner erarbeitet auf der Basis des vorhandenen Erhaltungskonzeptes das Auflageprojekt (inkl. Begleitung der Auflage, Einsprachebearbeitung und Mithilfe bei Einspracheverhandlungen), das Detailprojekt sowie die Submission aller Arbeiten. Als Bauleiter übernimmt er die Hauptaufgaben in der Baubetreuung, ist der Ansprechpartner für die verschiedenen Bauunternehmungen und ist verantwortlich für die Inbetriebnahme und den Projektabschluss.

Generalplaner wie Bauleitung unterstehen dem Projektleiter ASTRA (PL), welcher durch eine externe Bauherrenunterstützung entlastet wird.

Die Aufgaben des Generalplaners sind in der Beilage "Handbuch für Projektierungsleistungen" des ASTRA detailliert umschrieben

Umfasste Fachbereiche
Teilprojekt 2:
- Instandsetzung der Crestawaldbrücke (Zustandsklasse 4, schlecht) bis und mit Auflager und Deckbelag
- Hilfsbrücke (Crestawaldbrücke) für eine einspurige Verkehrsführung Richtung Norden bis und mit Auflager und Deckbelag

Nicht Bestandteil der vorliegenden Ausschreibung
- Bauherrenseitige Leistungen inkl. BHU.
- Teilprojekt 1 (Trasse inkl. technische Gesamtkoordination)
- Teilprojekt 3 (Umwelt / Umweltbaubegleitung)
- Teilprojekt 4 (Naturgefahren)
- Teilprojekt 5 (Umleitungsstrecke, Langsamverkehr)
2.6 Ort der Dienstleistungserbringung
Schweiz: 7434 Sufers/GR, 7430 Thusis/GR, 6500 Bellinzona/TI
2.7 Aufteilung der Lose?
Nein
2.8 Werden Varianten zugelassen?
Nein
2.9 Werden Teilangebote zugelassen?
Nein
2.10 Ausführungstermin
Bemerkungen: Beginn: 2. Quartal 2012 und Ende:2019

3. Bedingungen
3.1 Generelle Teilnahmebedingungen
Gemäss Ausschreibungsunterlagen
3.2 Kautionen / Sicherheiten
keine
3.3 Zahlungsbedingungen
45 Tage nach Rechnungseingang beim ASTRA
3.4 Einzubeziehende Kosten
Die Vergütung und die Preise umfassen sämtliche Leistungen, die in den Ausschreibungsunterlagen genannt und zur Vertragserfüllung notwendig sind.
3.5 Bietergemeinschaften
Zugelassen. Ein Anbieter hat die technische und administrative Federführung im Sinne der Geschäftsführung unter Angabe der Geschäftspartner zu übernehmen.
3.6 Subunternehmer
Zugelassen. Maximale Leistungserbringung durch Subunternehmer von 50%.
3.7 Eignungskriterien
aufgrund der nachstehenden Kriterien:
Alle wirtschaftlich und technisch leistungsfähigen Firmen, die zudem die nachfolgenden Eignungsnachweise erbringen, sind aufgerufen, ein Angebot in CHF zu unterbreiten.
E1: technische Leistungsfähigkeit
E2: wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit
E3: Erfahrung der Schlüsselpersonen
E4: Verfügbarkeit Schlüsselpersonen PL und PL Stv (erste 24 Monate Auftragsbearbeitung)
3.8 Geforderte Nachweise
aufgrund der nachstehenden Nachweise:
Die nachfolgenden Eignungsnachweise / Bestätigungen müssen zusammen mit den vollständigen und korrekt unterzeichneten Angebotsunterlagen eingereicht werden, da ansonsten nicht auf das Angebot eingegangen werden kann.

Eignungskriterien sind durch die Bietergemeinschaft zu erfüllen, nicht durch die einzelne Partner-Firma, ausser eine Forderung beziehe sich explizit auf die Einzelfirma.

Zu E1: technische Leistungsfähigkeit:


a) Referenzen über die Begleitung und Betreuung, mit der vorgesehenen Aufgabe vergleichbaren Projekten in den letzten 10 Jahren, mit Angaben über:
1: Zeitraum
2: Investitionsvolumen
3: Ausgeführte Arbeiten / Leistungen der Unternehmung
4: Zur Auskunft ermächtigte Kontaktperson der Referenzstelle (Referenz-Auftraggeber)

Als "mit der vorgesehenen Aufgabe vergleichbare Projekte" werden folgende Objekte anerkannt:
- Planerleistung in der Phase Projektierung und Bauleitung einer Brückeninstandsetzung unter Verkehr. Die geforderten Phasen können jeweils auch in zwei unterschiedlichen Referenzprojekten ausgewiesen werden.

- Investitionsvolumen mindestens Fr. 3 Mio.

b) Zertifizierung nach ISO 9001 (mindestens der federführenden Firma der Bietergemeinschaft; Kopie Zertifikat beilegen).


Zu E2: wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit:

a) Der durchschnittliche Jahresumsatz des Anbieters in den letzten drei Jahren im Bereich der ausgeschriebenen Leistungen muss mindestens das Doppelte des voraussichtlichen Jahresumsatzes im Projekt betragen und ist nachzuweisen. Nachweis: Selbstdeklaration

b) Nachweis, dass maximal 50% des angebotenen Leistungsumfangs durch Subplaner erbracht werden. Die vorgesehenen Leistungsanteile für die beteiligten Subakkordanten sind darzustellen.


Zu E3: Erfahrung der Schlüsselpersonen

Angaben zu:
a) Beruflicher Werdegang / Aus- und Weiterbildung
b) Angaben sowie Referenzen über die Begleitung und Betreuung von mindestens einer, maximal zwei, mit der vorgesehenen Aufgabe vergleichbaren Projekt/en in den letzten 10 Jahren: (Projektbeschrieb / Zeitraum (Planung, Ausführung, Mitwirkung der Schlüsselperson am Projekt) / Investitionsvolumen / Ausgeführte Arbeiten / Leistungen der Schlüsselperson / Zur Auskunft ermächtigte Kontaktperson der Referenzstelle)


Als Schlüsselpersonen gelten Personen, welche im Projekt folgende Funktionen ausüben sollen:
1: Projektleiter
2: Projektleiter Stv.
3: Chefbauleiter


Minimale Anforderungen an die Schlüsselpersonen und deren Referenzen, die als "mit der
vorgesehenen Aufgabe vergleichbare Projekte" anerkannt werden, für die Bewertung der
Eignungskriterien:

- Alle Schlüsselpersonen müssen bei der Offerteingabe unter 65 Jahre alt sein.

- Die Funktion des Projektleiters und des Projektleiter Stv. ist zwingend mit verschiedenen Personen zu besetzen. Weitere Schlüsselpersonen können in Personalunion besetzt werden. Es ist auch in diesem Fall für jede Funktion die entsprechende Referenz anzugeben.

- Die Schlüsselpersonen sind durch den Anbieter oder im Fall von Bietergemeinschaften durch die Gesellschafter der Bietergemeinschaft zu stellen.

- Als Referenzprojekte gelten auch Projekte, welche sich noch in Bauausführung befinden.

Spezifische Anforderungen an die Schlüsselpersonen:

1. Projektleiter
Ausbildung: Diplomierter Ingenieur ETH, FH oder gleichwertig
Berufserfahrung: mindestens 10 Jahre
Referenz: Projektleiter oder Projektleiter Stv. in einem Projekt, welches folgenden Anforderungen entspricht:
- Instandsetzung einer Brücke auf dem National- oder Kantonsstrassennetz
- Baukosten mindestens Fr. 3 Mio.
- Bearbeitung der Phasen Projektierung und Realisierung. Die geforderten Phasen können auch in zwei unterschiedlichen Referenzobjekten ausgewiesen werden.

2. Projektleiter Stv.
Ausbildung: Diplomierter Ingenieur ETH, FH oder gleichwertig
Berufserfahrung: mindestens 8 Jahre
Referenz: Projektleiter Stv. oder Projektverfasser in einem Projekt, welches folgenden Anforderungen entspricht:
- Instandsetzung einer Brücke auf dem National- oder Kantonsstrassennetz
- Baukosten mindestens Fr. 1 Mio.
- Bearbeitung der Phasen Projektierung und Realisierung. Die geforderten Phasen können auch in zwei unterschiedlichen Referenzobjekten ausgewiesen werden.

3. Chefbauleiter
Ausbildung: Diplomierter Ingenieur ETH, FH, Bauleiter oder gleichwertig
Berufserfahrung: mindestens 10 Jahre
Referenz: Chefbauleiter oder Bauleiter in einem Projekt, welches folgenden Anforderungen entspricht:
- Komplexes Projekt im Strassen-, Eisenbahn- oder vergleichbarer Kunstbaute unter Verkehr
- Bau oder Instandsetzung von Brücken
- Baukosten mindestens Fr. 3 Mio.


Zu E4: Verfügbarkeit

Für den Projektleiter und seinen Stellvertreter muss die erforderliche Verfügbarkeit während der ersten 24 Monate der Auftragsbearbeitung (2. Quartal 2012 bis und mit 1. Quartal 2013) nachgewiesen werden. Eine Darstellung der zeitlichen Belastung an den übrigen Projekten ist mit dem Angebot einzureichen.
3.9 Zuschlagskriterien
aufgrund der nachstehenden Kriterien
 ZK1: SCHLÜSSELPERSONEN; Gewichtung 30%
 Es werden die nachstehenden Schlüsselpersonen bewertet:
 - Projektleiter, Gewichtung 15%
 - Projektleiter Stv., Gewichtung 5%
 - Chefbauleiter, Gewichtung 10%
 ZK2: AUFGABENANALYSE, VORGEHENSVORSCHLAG; Gewichtung 30%
 - Analyse der Aufgabenstellung, Gewichtung 20%
 - Terminprogramm inkl. Abhängigkeiten, Gewichtung 10%
 ZK3: QUALITÄT UND ORGANISATION; Gewichtung 10%
 - QM-Konzept und Risikoanalyse gem. Ziff. 2.3.3, Gewichtung 5%
 - Projektbezogenes Organigramm gemäss Ziff. 2.3.2.3, Gewichtung 5%
 ZK4: PREIS; Gewichtung 30%
 PREISBWERTUNG:
 Die Bewertung des Preises erfolgt nach folgender Bewertungsmethode:
 - Das billigste Angebot erhält im Kriterium "Preis" die Maximalpunktzahl;
 - Ein Angebot > 100% über dem tiefsten Angebot erhält 0 Punkte;
 - Dazwischen erfolgt die Bewertung linear.
 BENOTUNG der übrigen Zuschlagskriterien:
 Die Bewertung erfolgt immer mit ganzen Noten von 0 bis 5:
 0 = Nicht beurteilbar; keine Angabe
 1 = Sehr schlechte Erfüllung; ungenügende, unvollständige Angaben
 2 = Schlechte Erfüllung; Angaben ohne ausreichenden Projektbezug
 3 = Normale, durchschnittliche Erfüllung; durchschnittliche Qualität, den Anforderungen der Ausschreibung entsprechend
 4 = Gute Erfüllung; qualitativ sehr gut
 5 = Sehr gute Erfüllung; qualitativ ausgezeichnet, sehr grosser Beitrag zur Zielerreichung
 Nach Multiplikation mit dem Gewicht des Kriteriums/Subkriteriums wird das Kriterium "Preis" auf die Hundertstelstelle, die übrigen Kriterien auf die Zehntelstelle gerundet.
 PUNKTEBERECHNUNG:
 Summe aller Punkte mal (x) Gewichtungsfaktor (die Maximalpunktzahl: 5 [Punktzahl] x 100 [% der Gewichtung] = 500 Punkte).
3.10 Bedingungen für den Erhalt der Ausschreibungsunterlagen
Kosten: Keine
Zahlungsbedingungen: keine<>
3.11 Sprachen für Angebote
Deutsch
3.12 Gültigkeit des Angebotes
6 Monate ab Schlusstermin für den Eingang der Angebote
3.13 Bezugsquelle für Ausschreibungsunterlagen
unter www.simap.ch
Telefon:
Fax:
E-Mail:
URL:
Ausschreibungsunterlagen sind verfügbar ab: 15.12.2011 bis 24.01.2012
Sprache der Ausschreibungsunterlagen: Deutsch
Weitere Informationen zum Bezug der Ausschreibungsunterlagen: keine

4. Andere Informationen
4.1 Voraussetzungen für nicht dem WTO-Abkommen angehörende Länder
keine
4.2 Geschäftsbedingungen
Gemäss den Allgemeinen Vertragsbedingungen KBOB für Planerleistungen, Ausgabe 2006
4.3 Verhandlungen
Bleiben vorbehalten. Reine Abgebotsrunden resp. Preisverhandlungen werden keine durchgeführt. Im Rahmen von Nachverhandlungen können Angebotsbereinigungen oder Leistungsänderungen eine entsprechende Preisänderung zur Folge haben.
4.4 Verfahrensgrundsätze
Die Auftraggeberin vergibt öffentliche Aufträge für Leistungen in der Schweiz nur an Anbieterinnen und Anbieter, welche die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und der Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie die Lohngleichheit für Mann und Frau gewährleisten.
4.5 Sonstige Angaben
1) Begehung: Es findet keine Begehung statt. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Anbieter mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut macht.
2) Vorbehalten bleiben die Beschaffungsreife des Projektes sowie die Verfügbarkeit der Kredite.
3) Die Erstellung der Angebote wird nicht vergütet. Die Angebotsunterlagen werden nicht zurückgegeben.
4) Die Ausschreibungsunterlagen sind ausschliesslich in deutscher Sprache erhältlich. Die Projektsprache ist Deutsch.
5) Die Öffnung der Angebote ist nicht öffentlich. Den Anbietern wird lediglich ein anonymisiertes Offertöffnungsprotokoll der eingegangenen Angebote unaufgefordert zugestellt.
6) Ausschluss, Vorbefassung: Die mit dem Mandat "BHU" betraute Unternehmung Pöyry Infra AG wird nicht zum Verfahren zugelassen. Alle übrigen Unternehmen sind zum Verfahren zugelassen.
7) Der Auftraggeber behält sich vor, die angegebenen Termine (insbesondere des Zuschlages und des Arbeitsbeginns) zu verschieben, das Submissionsverfahren jederzeit zu unterbrechen oder ganz abzubrechen. Der Anbieter hat in einem solchen Fall keinen Anspruch auf Entschädigung.
8) Die Mitglieder einer Ingenieurgemeinschaft dürfen mit einem einzigen Projektteam teilnehmen. Mehrfache Teilnahmen sind nicht erlaubt.
9) Subplaner sind namentlich zu benennen. Sie dürfen in mehreren Ingenieurbüros / Ingenieurgemeinschaften mit offerieren.
10) Die Veröffentlichung auf SIMAP ist massgebend. Bei Unklarheiten oder Widersprüche hat die deutsche Fassung Vorrang.
11) Juniorprojektleiter: Die Nachwuchsförderung hat im ASTRA auch im Eigeninteresse einen hohen Stellenwert. Die Mitnahme eines Juniorprojektleiters (JPL) von Beginn an hat zum Ziel, nach gebührlicher Einführung und im Einvernehmen mit dem Auftraggeber, die Funktion der Schlüsselperson PL oder PL Stv. zu übernehmen oder für andere Aufträge Erfahrungen und Referenzen zu erlangen. Das ASTRA trägt während maximal 24 Monaten die Kosten des JPL. Die Einsetzung eines JPL ist freiwillig. Gedenkt der Anbieter einen JPL einzusetzen, sind folgende Angaben zu machen: Name, Jahrgang, Ausbildung, Funktion in der Firma, Kurzbeschrieb von zwei bisherigen Projekten. Als JPL hat der Anbieter einen Ingenieur der Kategorie C anzubieten. Er hat maximal den gleichen Ansatz zu offerieren wie bei den übrigen Ingenieuren der Kategorie C. Er muss erläutern wie er den JPL einsetzen will und hat einen kurzen Einsatzplan zu liefern.
4.6 Offizielles Publikationsorgan
www.simap.ch
4.7 Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 3000 Bern 14 erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen.

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Alle Daten und Verweise sind ohne Gewähr und haben keinerlei Rechtswirkung. Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend sind die vom seco mit einer elektronischen Signatur versehenen SHAB-Daten.