Studienauftrag Neukonzeption Alterszentrum Spitalackerpark


2527934 SIMAP - 29.07.2010
Grund: Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschreibung - Quelle: SIMAP)
- Verfahrensart:  Selektives Verfahren
- Auftragsart:  Wettbewerb
- Dem WTO-Abkommen unterstellt:  Ja

1. Auftraggeber
1.1 Offizieller Name und Adresse des Auftraggebers
Bedarfsstelle/Vergabestelle
Egelmoos AG c/o Chèvre Rutsch & Herren, vertreten durch die Stadtbauten Services AG
Beschaffungsstelle/Organisator
Fachstelle Beschaffungswesen Stadt Bern
Herrn Anton Funk
Schwanengasse 14
3011 Bern
Schweiz
Telefon: +41 31 321 65 30
Fax: +41 31 321 73 42
E-Mail: beschaffungswesen@bern.ch
1.2 Teilnahmeanträge sind an folgende Adresse zu schicken
Fachstelle Beschaffungswesen Stadt Bern
Schwanengasse 14
3011 Bern
Schweiz
Telefon: 031 321 65 30
Fax: 031 321 73 42
E-Mail: beschaffungswesen@bern.ch
1.3 Gewünschter Termin für schriftliche Fragen
08.10.2010
Bemerkungen: Für qualifizierte Teams für den Studienauftrag.

Fragen, mit Angabe der Kapitelziffer, sind per E-Mail an das Sekretariat Studienauftrag, Stadtbauten Services AG, heinrich.sauter@bern.ch zu senden.

die Beantwortung der anonymisierten Fragen erfolgt am 18.Oktober 2010.
1.4 Schlusstermin für die Einreichung der Teilnahmeanträge
Datum: 01.09.2010
Formvorschriften: Die Bewerbung ist bis am 1. September 2010 abzugeben, oder per Post an folgende Adresse zu senden:
Fachstelle Beschaffungswesen
Schwanengasse 14
3011 Bern

Die Unterlagen sind mit der Bezeichnung "Studienauftrag Neukonzeption Alterszentrum Spitalacker" zu versehen.
Massgebend für die Fristgerechte Abgabe bei Postversand ist das lesbare Datum einer offiziellen Poststelle.
1.5 Typ des Wettbewerbs
Studienauftrag
1.6 Art des Auftraggebers
Gemeinde/Stadt
1.7 Verfahrensart
Selektives Verfahren
1.8 Gemäss WTO/GATT-Abkommen, resp. Staatsvertrag
Ja

2. Wettbewerbsobjekt
2.1 Art der Wettbewerbsleistung
Architekturleistung
2.2 Projekttitel des Wettbewerbes
Studienauftrag Neukonzeption Alterszentrum Spitalackerpark
2.4 Gemeinschaftsvokabular
CPV: 71000000
2.5 Projektbeschrieb
Das Alterszentrum Spitalackerpark wurde in den Jahren 1972/73 von den Hebeisen + Vatter Architekten erbaut. Es besteht aus einem Pflegeheim und einer Alterssiedlung. Die Anlage entwickelt sich entlang der Beundenfeldstrasse mit Blick auf den Park und schliesst mit der Alterssiedlung direkt an die Kreutzung mit der Spitalackerstrasse an. Die Gebäude weisen einen grösseren Instandsetzungsbedarf auf. Für die Erarbeitung eines zukunftsfähigen baulichen und betrieblichen Konzepts wird ein Studienauftrag für Generalplanerteams durchgeführt.
2.6 Realisierungsort
Bern
2.7 Aufteilung der Lose?
Nein
2.8 Werden Varianten zugelassen?
Nein
2.9 Werden Teilangebote zugelassen?
Nein
2.10 Realisierungstermin
Bemerkungen: Abgabe Planungsunterlagen bis 23. Dezember 2010
Prüfung/Beurteilung der Planungsunterlagen: Ende Januar 2010
Geplanter Baubeginn: Sommer 2012
Geplanter Bezug: Sommer 2014

3. Bedingungen
3.1 Generelle Teilnahmebedingungen
Dem Antrag zur Teilnahme ist die ausgefüllte Selbstdeklaration samt Nachweisen beizulegen:
- Einhaltung der Gesamtarbeitsverträge oder bei deren Fehlen Gewährung von orts- und branchenüblichen Arbeitsbedingungen (Leistungsortsprinzip)
- Erfüllung der Pflichten gegenüber der öffentlichen Hand, der Sozialversicherungen sowie den Arbeitnehmenden.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Personen, die zur Auftraggeberin oder zu einem Mitglied des Beurteilungsgremiums in einem beruflichen Abhängigkeits- bzw. Zusammengehörigkeitsverhältnis stehen oder mit einem solchen nahe verwandt sind.

Für die qualifizierten Teams findet am 22. September 2010 um 08.00 Uhr eine obligatorische Begehung statt.
Treffpunkt: Beundenfeldstrasse 26, 3013 Bern.
3.5 Bietergemeinschaften
Gesucht werden Gesamtplanungsteams mit den Fachbereichen Architektur (Gesamtsanierung), Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik (HLKSE) und Landschaftsarchitektur.
3.6 Subunternehmer
Die Bewerbung in mehreren Generalplanerteams ist, ausser für das federführende Architekturbüro (Gesamtleitung), zulässig.

Der Beizug von Planungsteams aus weiteren Fachrichtungen ist freigestellt. Diese können aus ihrer Beteiligung am Studienauftrag keinen Anspruch auf eine direkte Beauftragung ableiten.
3.7 Eignungskriterien
aufgrund der nachstehenden Kriterien:
Teilnahmeberechtigt sind Generalplanerteams bestehend aus Planungsfachleuten der Fachbereiche Architektur (Gesamtsanierung), Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik (HLKSE) und Landschaftsarchitektur mit Geschäfts- oder Wohnsitz in der Schweiz oder einem Vertragsstaat des WTO Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungsrecht, soweit dieser Staat Gegenrecht gewährt.
3.8 Geforderte Nachweise
aufgrund der nachstehenden Nachweise:
Alle notwendigen Angaben, Unterlagen resp. Nachweise zu den Eignungskriterien sowie den generellen Teilnahmebedingungen.

Für die Präqualifikation sind folgende Unterlagen einzureichen:
- ausgefülltes und unterzeichnetes Bewerbungsformular
- Firmenportrait jeder der im Generalplanerteam vorgesehenen Firmen, max. 1 A4-Seite pro Firma; Angaben mit Erst- und Zusatzausbildung und Berufserfahrung zu den für das Projekt vorgesehenen Schlüsselpersonen (Projektleitung, Bauleitung) aller Fachbereiche auf Grundlage des Formulars Schlüsselpersonen (1 Seite pro Person).
- Aktuelle, der Aufgabe angemessene Referenzobjekte (vergleichbare Aufgabenstellung und / oder vergleichbare Komplexität) nach freier Wahl der Bewerbenden, dargestellt auf je 1 A3-Seite, 2 Referenzobjekte des Fachbereichs Architektur und Städtebau, je 1 Referenzobjekt der Fachbereiche Bauingenieurwesen, Gebäudetechnikplanung und Landschaftsarchitektur mit folgenden Angaben:
- Vereinbarte und realisierte Leistungen, Kosten, Termine
- Rolle im Projekt, eingesetzte Personen
- Spezifische Qualitäten der Lösung im Bezug auf die gestellte Bauaufgabe
- Referenzperson des Auftraggebers/der Auftraggeberin
- Umgang mit Projektchancen und Projektrisiken

Sämtliche Unterlagen sind ungebunden und einseitig bedruckt einzureichen.
Die Nachweise nach Art. 20 ÖBV:
Ausgefüllte und unterzeichnete Selbstdeklaration für jede der im Generalplanerteam vorgesehene Firmen mit allen verlangten Nachweisen:
- Selbstdeklaration
- detaillierter Betreibungsregisterauszug
- Bestätigung der Steuerbehörden (MWSt., Staats-, Gemeinde- und Bundessteuern)
- Bestätigung der Ausgleichskassen (AHV, IV, EO, ALV)
- Bestätigung der Pensionskasse (BV-Beträge)
- Bestätigung der SUVA resp. BU/NBU
- Bestätigung Krankentaggeldversicherung (KTV) sofern in GAV vorgeschrieben
- Bestätigung der paritätischen Berufskommission bez. Einhaltung des GAV (bei Branchen ohne GAV Bestätigung der Revisionsstelle bez. Orts- und Branchenüblichkeit sowie Lohngleichheit zwischen Mann und Frau)

Die Belege müssen von den Auskunftsstellen (Gemeinden, Kanton, Verbänden, Kassen usw.) unterzeichnet sein, dürfen nicht älter als ein Jahr sein und haben auszuweisen, dass alle fälligen Prämien bezahlt sind.

Da die Nachweise ab Ausstelldatum ein Jahr lang gültig sind und durch die Fachstelle Beschaffungswesen registriert werden, müssen die Nachweise nur einmal jährlich eingereicht werden. Den Firmen wird empfohlen, alle Nachweise zeitgleich bei den Auskunftsstellen zu bestellen.

Anbietende mit Geschäftssitz ausserhalb der Schweiz legen analoge Bestätigungen aus ihrem Land bei.

Zu den geltenden Arbeitsbestimmungen erteilen die beco (Berner Wirtschaft), Laupenstr. 22, 3011 Bern oder die paritätischen Berufskommissionen Auskunft.
3.9 Entscheidkriterien
aufgrund der nachstehenden Kriterien
 Entscheidungskriterien für die 1. Stufe:
 Unter den Anbietern wählt das Beurteilungsgremium 5 Generalplanerteams nach folgenden Kriterien aus:
 Fachliche Qualifikation und personelle Kapazität des Generalplanerteams sowie Qualifikation und Erfahrung der Schlüsselpersonen. Gewichtung 30%
 Qualität und Kohärenz der Referenzobjekte in Bezug zur gestellten Bauaufgabe Gewichtung 70%
 Entscheidkriterien für die 2. Stufe:
 Die eingereichten Projekte werden einer ganzheitlichen Beurteilung unterzogen.
 Das Beurteilungsgremium beurteilt dabei insbesondere folgende Kriterien:
 - Gesamtkonzeption:
 - Städtebau, Quartierdurchlässigkeit, Aussenraumgestaltung, Übergänge
 - Nutzungsqualität und Nutzungsflexibilität
 - Umgang mit der bestehenden Bausubstanz
 - Konzeptionelle Voraussetzung für die Minergietauglichkeit
 - Architektur:
 - Architektonischer Ausdruck, Konstruktion; Funktionalität
 - Innere Erschliessung, Raumbeziehung
 - Raumqualität und Belichtung
 - Gestaltungs- und Materialkonzept
 - Wirtschaftlichkeit:
 - Wirtschaftlichkeit des Projektvorschlags bezüglich der Investitionskosten
 - Wirtschaftlichkeit im Betrieb (Lebenszykluskosten)
 - Flexibilität, Statische Struktur, Systemtrennung und Eingriffstiefe
 - Wirtschaftlichkeit der Investitionen im Bereich Energieeffizienz
 - Bauablauf und Möglichkeiten der Teilbelegung
3.10 Bedingungen für den Erhalt der Teilnahmeunterlagen
Anmeldung zum Bezug der Teilnahmeunterlagen bis spätestens: 31.08.2010
Kosten: Keine
3.11 Anzahl max. zugelassener Teilnehmer
Bemerkungen: Aus allen Bewerbungen wählt das Beurteilungsgremium 5 Generalplanerteams zur Teilnahme am Studienauftrag aus.
3.12 Vorgesehener Termin für die Bestimmung der ausgewählten Teilnehmer
15.09.2010
3.13 Vorgesehene Frist für die Einreichung des Angebotes
23.12.2010
3.14 Sprachen für Angebote
Deutsch
3.16 Bezugsquelle für Teilnahmeunterlagen zur Präqualifikation
unter www.simap.ch
Sprache der Teilnahmeunterlagen: Deutsch
Weitere Informationen zum Bezug der Teilnahmeunterlagen: Für Interessenten steht ab 28. Juli 2010 unter www.stadtbauten-bern.ch sämtliche Unterlagen zur Verfügung.

Das Wettbewerbsprogramm kann zusätzlich von www.simap.ch bezogen werden.

4. Andere Informationen
4.1 Namen der Mitglieder und der Ersatzleute der Jury sowie allfälliger Experten
Die Namen der Mitglieder und der Ersatzleute des Beurteilungsgremiums sind im Pflichtenheft unter Kap. 11 zu finden.
4.2 Ist der Entscheid der Jury verbindlich?
Nein
4.3 Gesamtpreissumme
Die Bewerbungen zur Teilnahme am Studienauftrag (Präqualifikation) werden nicht entschädigt. Termingerecht eingereichte, vollständige und zur Beurteilung zugelassene Projektvorschläge werden mit einem fixen Betrag von je CHF 35`000.- (exkl.7.6% MwSt.) entschädigt.
4.4 Besteht ein Anspruch auf feste Entschädigung?
Ja
4.5 Anonymität
Der Studienauftrag wird nicht anonym, unter Namensnennung der Generalplanerteams durchgeführt.
4.9 Sonstige Angaben
Vorbehalt: Eine Auftragserteilung erfolgt vorbehältlich der Erteilung der Kreditbewilligung.

Das Architekturbüro von Hebeisen und Vatter hat die digitalen Plangrundlagen erstellt und im Jahre 2007 eine Machbarkeitsstudie für die Neuorganisation erarbeitet. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde diese nicht weiter verfolgt. Das diesem Programm zugrunde liegende Szenario "moderate Entwicklung" wurde durch die Veranstalterin erarbeitet und geht von anderen Rahmenbedingungen aus. Das Architektenbüro Hebeisen und Vatter gilt nicht als vorbefasst und kann sich um die Teilnahme am Studienauftrag bewerben. Die Teilnehmenden am Studienauftrag können auf Wunsch die Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2007 einsehen.
4.10 Offizielles Publikationsorgan
www.simap.ch
Amtsblatt des Kantons Bern
Anzeiger Region Bern
4.11 Rechtsmittelbelehrung
Diese Ausschreibung kann innert 10 Tagen nach der ersten Publikation mittels Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Bern angefochten werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen, sie muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; greifbare Beweismittel sind beizulegen.

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Alle Daten und Verweise sind ohne Gewähr und haben keinerlei Rechtswirkung. Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend sind die vom seco mit einer elektronischen Signatur versehenen SHAB-Daten.