Suche eines Generalplaners für die Erstellung der SBB Unterhalts- und Interventionszentren (EIZ) in Biasca und Erstfeld


2517207 Feuille Officielle UR - 16.07.2010
Grund: Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschreibung - Kant. Amtsblatt UR)
- Auftragsart:  Dienstleistungsauftrag
- Verfahrensart:  keine Angaben
- Dem WTO-Abkommen unterstellt:  nein


Öffentliche Ausschreibung eines Auftrages der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), nicht dem WTO-Übereinkommen unterstellt.

1. Auftraggeber
1.1 Offizieller Name und Adresse des Auftraggebers:
Schweizerische Bundesbahnen SBB, Infrastruktur, Netzweite Projekte und NEAT, Gesamtprojektführung, Herr Kurt Kronenberg, Zentralstrasse 1, Postfach 4267, 6002 Luzern, Telefon: 051 227 33 50, Fax: 051 227 37 87, E-Mail: kurt.kk.kronenberg@sbb.ch

1.2 Unterlagen sind erhältlich bei:
Brandenberger+Ruosch AG, zu Hdn. von Tamara Vanoli, Habsburgerstrasse 31, 6003 Luzern, E-Mail: tv@brandenbergerruosch.ch

1.3 Angebote sind an folgende Adresse zu schicken:
SBB AG Bern, Infrastruktur, Projekteinkauf Bau, Herr Kurt Fehr, BB 370, Zentralstrasse 1, Postfach 4267, 6002 Luzern, Telefon: 051 227 26 75, Fax: 051 227 29 95, E-Mail: kurt.fehr@sbb.ch

1.4 Frist für die Einreichung des Angebotes: Datum: 22.10.2010

Formvorschriften: Angebote ohne Poststempel, müssen am 22.10.2010 bis spätestens 16.00 Uhr an der Eingabeadresse eintreffen. Massgebend ist der Poststempel oder der Strichcode-Beleg einer Schweizerischen Poststelle, bzw. bei ausländischen Anbietenden der Empfangsbeleg einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung. Firmenfrankaturen gelten nicht als Poststempel. Bei der Übergabe des Angebots an eine diplomatische oder konsularische Vertretung der Schweiz im Ausland haben die Anbieter die Empfangsbestätigung der entsprechenden Vertretung sofort per Fax an die Auftraggeberin zu senden.
Auf dem Kuvert ist bitte folgende Angaben zu notieren: BITTE NICHT ÖFFNEN
Offerte Generalplaner für Erhaltungs- und Interventionszentren EIZ Biasca und EIZ Erstfeld

1.5 Art des Auftraggebers: Bund (Dezentrale Bundesverwaltung - öffentlich rechtliche Organisationen)

2. Auftragsgegenstand
2.1 Art des Dienstleistungsauftrages: Baudienstleistung

Dienstleistungskategorie CPC: [12] Architektur; technische Beratung und Planung und integrierte technische Leistungen; Stadt- und Landschaftsplanung; zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung

2.2 Projekttitel: Suche eines Generalplaners für die Erstellung der SBB Unterhalts- und Interventionszentren (EIZ) in Biasca und Erstfeld

2.3 Detaillierter Aufgabenbeschrieb: Für den Unterhalt des neuen Gotthardbasistunnels erstellen die SBB in Biasca und in Erstfeld je ein Unterhalts- und Interventionszentrum (EIZ). Diese sollen sich im Grundsatz (Gestaltung, Konstruktion, technische Ausstattung) ähnlich/identisch sein. Die SBB sucht einen Generalplaner, für die Überprüfung der Projektstudie (EIZ Erstfeld) sowie Vorprojekt (EIZ Biasca) und Weiterbearbeitung dieser Grundlagen. Danach folgen die Phasen Bauprojekt, Plangenehmigungsverfahren und Submission für die Suche des Generalunternehmers. Als Option kann ein Kontroll-/ Prüfmandat zur Begleitung des Bauherrn in der Ausführungsphase angeboten werden (Details werden in den Ausschreibungsunterlagen aufgeführt). Die Unterhalts- und Interventionszentren bestehen aus den folgenden Hauptkomponenten je Standort:

Das Erhaltungszentrum (Unterhaltsgebäude, Terminal und Abstellgruppe)
- Unterhaltsgebäude (mehrstöckig) mit Unterkellerung (inkl. Garagen) mit ca. 60 Büroarbeitsplätzen und weiteren Arbeitsplatzeinrichtungen (Werkstätten, etc.). Die Dimensionen des Gebäudes richten sich nach den geforderten Arbeitsplätzen, den Vorgaben in Bezug auf Lager, Werkhallen, etc. welche in den Ausschreibungsunterlagen definiert sein werden.
- Werkstätten, Büroräume, Magazine, Aufenthaltsräume, Ausbildungs- und Konferenzräume, WC und Duschen
- In die Werkstatthalle führt ein Gleis
- In der Halle ist die Be- und Entladung der Wagen sowie allgemeiner Unterhalt vorgesehen
- In den Werkstätten sind allgemeine Reparaturen sowie Instandsetzungsarbeiten geplant
- Der Terminal umfasst eine Fläche von ca. 10 000 m2 (teilweise gedeckt)
- 2 Gleise schliessen seitlich an den Terminal an
- auf dem Terminal werden Container, Gleise, Weichen, andere Waren, etc. gelagert und umgeschlagen
- die Container werden mit einem entsprechenden Hubstapler auf die Eisenbahnwagen verladen
- Die Abstellgruppe umfasst eine Gleisanlage mit ca. 1500 m Länge (Abstellung von Reservewagen, Spezialwagen, etc.)

Das Interventionszentrum
- Gebäude für den Lösch- und Rettungszug (LRZ):
- Länge des Gebäudes ca. 100 m
- Werkstätten, Büro- und Schulungsräume, Magazine, Aufenthaltsräume, Schlafräume, WC und Duschen
- Der Unterhalt des LRZ muss in der Halle möglich sein

Die Putzgrube und Tankstelle
Für die Betankung und spezielle Arbeiten sind eine schienengängige Putzgrube (für Arbeiten unterhalb von Loks und Wagen) sowie eine Betankungsanlage für Dieselloks und Strassenfahrzeuge vorgesehen.

Übrige Komponenten/Angaben:
Es ist eine grössere Anzahl an Parkplätzen für Pkw und Lkw vorzusehen. Zudem ist die gesamte Anlage mit einem Zaun zu umgeben. Schallschutzmassnahmen sind vorzusehen. Die EIZ sind in das Schienennetz der SBB eingebunden. Die Übergabepunkte sind definiert und werden vorgegeben. Die übrigen Projektperimeter, Angaben und Werte sowie die Pläne der aktuellen Situation, Lage der zur Verfügung stehenden Gelände etc. werden in den Ausschreibungsunterlagen aufgeführt.

2.4 Ort der Dienstleistungserbringung:
- EIZ Biasca
- EIZ Erstfeld
- SBB Luzern

2.5 Aufteilung in Lose: Nein

2.6 Werden Varianten zugelassen: Nein

2.7 Werden Teilangebote zugelassen: Nein

2.8 Ausführungstermin: Beginn: 31.1.2011 und Ende: 31.3.2014

3. Bedingungen
3.1 Bietergemeinschaften: zugelassen

Die Mitglieder eines Generalplaners bilden eine einfache Gesellschaft und haben die Federführung einem Unternehmen zu übertragen. Sie haften solidarisch. Mitglieder eines Generalplaners dürfen nach Eingabe der Offerten bis zum Zuschlag nicht ohne triftige Gründe ausgewechselt werden. Jeder Anbieter kann allein oder in einer Arbeitsgemeinschaft mit anderen Firmen ein Angebot einreichen. Die Bewerbung als ARGE-Mitglied in mehr als einer Arbeitsgemeinschaft ist nicht zulässig. Eine Firma kann jedoch einerseits in einer ARGE und andererseits als Subunternehmen bei anderen/mehreren Arbeitsgemeinschaften teilnehmen.

3.3 Eignungskriterien
1. Hinreichende fachliche Leistungsfähigkeit und erforderliches Fachwissen in den folgenden Sparten:
- Architektur (Hochbau)
- Tiefbau
- HLKS/Energie/Elektro
- Gleisbau ohne Sicherungsanlagen
2. Angemessenes Verhältnis von Auftragssumme pro Jahr zum Umsatz der massgebenden Unternehmenseinheit pro Jahr
3. Hinreichendes Qualitätsmanagement vorhanden

3.4 Geforderte Nachweise:
Zu 1. Je eine Referenz über vergleichbare Objekte in jeder Sparte nicht älter als 10 Jahren wobei zulässig ist, dass mit einer Referenz mehrere Sparten abgedeckt werden können
Zu 2. Deklaration des Umsatzes
Zu 3. Nachweis eines unternehmensbezogenen Qualitätsmanagements

3.5 Zuschlagskriterien: Für die Bewertung des Angebotes gelten folgende Hauptkriterien:
1. Qualität
2. Wirtschaftlichkeit (Qualität vor Wirtschaftlichkeit) Die Qualität wird anhand folgender Subkriterien beurteilt:
1. Genügende Verfügbarkeit und Qualifikation des vorgesehenen Schlüsselpersonals,
Gewichtung 30%, Mindestnote 3
Nachweis: Vorgesehener Personaleinsatz (Schlüsselpersonen) mit Gewähr für kontinuierliche Arbeitsabwicklung. Dokumentation von Ausbildung und Erfahrung sowie je ein Referenzprojekt innerhalb der letzten 10 Jahre der am Vorhaben beteiligten Schlüsselpersonen in den nachfolgenden Sparten, wobei zulässig ist, dass mit einer Referenz mehrere Sparten abgedeckt werden können:
- Gesamtprojektleiter
- Architekt (Hochbau)
- Tiefbauingenieur
- HLSK-Ingenieur
- Elektroningenieur
Die Schlüsselpersonen können mehr als eine Funktion (Sparte) in Personalunion ausüben. Das Projekt erfordert gute Kenntnisse der deutschen und italienischen Sprache. Die Koordinationssprache zwischen den beiden Projekten EIZ Biasca und EIZ Erstfeld ist Deutsch. Das Plangenehmigungsverfahren ist in der jeweiligen Landessprache durchzuführen. Die vorhandenen Sprachkenntnisse sind auszuweisen.
2. Gewähr zur Erreichung der erwarteten Qualität, Gewichtung 30%, Mindestnote 3
Nachweis: Angemessener Stundenaufwand für die zu leistenden Aufgaben.
Die angebotenen Stunden sind je Teilphase, Sparte und Kategorie darzulegen und zu begründen. Konzept eines wirkungsvollen, dem Projekt angepassten PQM.
3. Projektorganisation, Gewichtung 20%
Nachweis: - Detaillierte Projektorganisation beschreiben. Aufzeigen Verantwortlichkeiten,
Koordination der Beteiligten, Sitzungswesen, Projektcontrolling (Termine, Kosten, Qualität), Kommunikation und Reporting, Schnittstellen, etc.
4. Erkennen der Projektrisiken und Erfolgsfaktoren für das Projekt und Lösungsansätze, Gewichtung 20%
Nachweis: - Detaillierte Auftragsanalyse mit Risikoanalyse und Aufzeigen der
Erfolgsfaktoren. Angebote, welche die geforderten Mindestnoten oder den minimalen Nutzwert nicht erreichen, werden nicht weiterbearbeitet. Für die Wertung der einzelnen Kriterien gilt folgende Skala:
0 nicht beurteilbar, da keine Angaben
1.0 sehr schlechte Erfüllung des Kriteriums, da ungenügende Angaben
2.0 schlechte Erfüllung, da Angaben ohne Bezug auf das Bauvorhaben
3.0 normale, durchschnittliche Erfüllung, da Sollangabe dem ausgeschriebenen Grundangebot entspricht
4.0 gute Erfüllung, da qualitativ sehr gut
5.0 sehr gute Erfüllung, da qualitativ ausgezeichnet, hohe Innovation

Jedes Kriterium wird mit einer Note 0 bis 5 bewertet. Anschliessend werden pro Kriterium die Gewichtungen mit den Wertungen multipliziert. Die Summe der Produkte ergibt den Nutzwert. Den Zuschlag erhält das Angebot, welches die geforderte Qualität (Minimal zu erreichender Nutzwert 300 Punkte) sowie die pro Kriterium geforderte Mindestnote erreicht und die beste Gesamtwirtschaftlichkeit aufweist (tiefste Kosten pro Punkt Nutzwert für Grundleistungen, besonders zu vereinbarenden Leistungen, Zusatzleistungen und Optionen).

3.7 Sprachen für Angebote: Deutsch

3.8 Gültigkeit des Angebotes: 6 Monate ab Schlusstermin für den Eingang der Angebote

4. Andere Informationen
4.1 Verhandlungen: werden vorbehalten

4.2 Verfahrensgrundsätze: Die Auftraggeberin vergibt öffentliche Aufträge für Leistungen in der Schweiz nur an Anbieterinnen und Anbieter, welche die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und der Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie die Lohngleichheit für Mann und Frau gewährleisten.

4.3 Sonstige Angaben
1: A) Begehung: Es wird eine Begehung in Erstfeld und Biasca am 7.9.2010 durchgeführt. Treffpunkt und Zeit werden bei der Anmeldung zum Bezug der Submissionsunterlagen bekanntgeben. Die an der Begehung vermittelten Kenntnisse vor Ort werden bei der Bewertung der Angebote als bekannt vorausgesetzt.
2: B) Andere Preisarten: Andere Preisarten, insbesondere Pauschalierung oder Teilpauschalierungen, als die ausgeschriebenen Preisarten sind nicht zugelassen.
3: Für weitere Informationen siehe www.simap.ch vom 13.7.2010.

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